Niederländisches Königspaar besuchte Nürnberg

Koenigin Maxima und Koenig Willem-Alexander der Niederlande, Nuernberg 14.4.2016

Königsbesuch mit Kaiserwetter: Unter besten äußerlichen Bedingungen waren Seine Majestät König Willem-Alexander und Ihre Majestät Königin Máxima der Niederlande am zweiten Tag ihres offiziellen Besuchs in Bayern in Nürnberg zu Gast.

Nach den Stationen Tucherschloss, Rathaus (mit Eintrag ins Goldene Buch der Stadt), Memorium Nürnberger Prozesse und Albrecht-Dürer- Haus verabschiedete sich der König Willem-Alexander an der einstigen Wohn- und Arbeitsstätte von Albrecht Dürer mit den Worten: „Danke vielmals. Es ist sehr besonders, hier heute zu stehen. Ein Kreis schließt sich. Gestern waren wir in der Alten Pinakothek in München und haben ein Selbstbildnis von Albrecht Dürer im Original gesehen und heute haben wir hier gesehen, wie eng die kulturellen Bande zwischen Bayern und Niederlande sind. Diese Bande sind mehr als 500 Jahre alt. Dürer war 1520/1521 auch nach Holland gekommen und hat da Erasmus getroffen. Dies ist unser vierter Besuch in einem deutschen Bundesland. Es ist uns sehr wichtig, unsere Nachbarn gut kennenzulernen. Herzlich bedanken wir uns bei allen Bayern, die uns sehr warm und offen begrüßt haben. Auf Wiedersehen und bis bald!“

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly hatte die royalen Gäste den ganzen Tag begleitet. Er meinte am Ende des Besuchs: „Wir können mit Freude feststellen, dass alles bestens geklappt hat. Wir haben unsere Stadt als hervorragende Gastgeberin präsentiert. Und wir haben ein ausgesprochen lockeres, entspanntes Königspaar erlebt, das sehr gut vorbereitet und an allen Dingen höchst interessiert war.“ Das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima absolvierte sein Besuchsprogramm in Nürnberg unter großer öffentlicher Anteilnahme. An allen Stationen ihrer Visite in Nürnberg standen hunderte von Menschen. Allein bei der Ankunft vor dem Rathaus warteten über 500 Bürgerinnen und Bürger. Am Platz am Tiergärtnertor waren nicht weniger Leute versammelt, die Willem-Alexander und Máxima freudig zujubelten und immer wieder applaudierten.

Bereits bei der ersten Station vor dem Tucherschloss zur Mittagszeit machten 23 Kinder von der Kita KiKu Kinderland an der Pirckheimerstraße mit lautstarken „Máxima, Máxima“-Rufen auf sich aufmerksam. Im Hirsvogelsaal gab die Stadt Nürnberg zu Ehren von Willem-Alexander und Máxima und 40 geladenen Gästen ein festliches Essen. Sternekoch Andree Köthe kreierte ein viergängiges Menü mit Zitronen-Sauer-Kraut, Spargel, Rinderschulter mit Salat und Petersilieneis mit Getreide.
Als kleines Gastgeschenk überreichte Nürnbergs Stadtoberhaupt ein Faksimile einer Gästebuchseite derer von Tucher. Auf dem Blatt hatten sich am 19. Juni 1893 Königin Emma und Wilhelmina (als Kind) eingetragen. Emma ist die Ururgroßmutter von Willem-Alexander, Wilhelmina die Urgroßmutter.

Vor dem Rathaus Wolffscher Bau verließ das Königspaar nach seiner Ankunft sehr schnell den roten Teppich, um auf dem Weg in die Ehrenhalle vielen Zaungästen die Hände zu schütteln. In der Ehrenhalle trugen sich Willem-Alexander und Máxima in das Goldene Buch der Stadt Nürnberg ein, ehe sie im Historischen Rathaussaal einen Informationsmarkt Logistik besuchten. Die dritte Station führte das Königspaar in das Memorium Nürnberger Prozesse und den historischen Saal 600. Nach einer Führung durch das Museum wohnte das Königspaar der Unterzeichnung eines Memorandums of Understandig zwischen der in Nürnberg ansässigen und von der Stadt, dem Auswärtigen Amt und dem Freistaat gegründeten Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien sowie dem Grotius Centre for International Legal Studies an der Universität Leiden, Niederlande, bei. Dies stellt den Beginn einer Zusammenarbeit im Bereich des Völkerstrafrechts dar. Ein Projekt zur Untersuchung und Stärkung der Kapazität von Konflikt- und Post-Konflikt-Staaten bei der juristischen Bewältigung internationaler Verbrechen ist das erste gemeinsame Vorhaben. König Willem-Alexander und Königin Máxima nahmen sich im Schwurgerichtssaal 600 viel Zeit, um mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Institutionen, darunter des städtischen Menschenrechtsbüros und des Dokumentationszentrums, sowie der Justiz Menschenrechtsfragen zu erörtern und sich über Nürnbergs vielfältige Menschenrechtsarbeit zu informieren.

Quelle: Presse – und Informationsamt Stadt Nürnberg
Fotos: © CMS-MEDIEN.EU / M.Czok

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